Männergesangverein Liesenich 1922 e.V.
Männergesangverein Liesenich 1922 e.V.

Männergesangverein Liesenich 1922 e.V

      von der Gründung bis Heute.

Gründungsversammlung am 20.03.1922
Bei der Gründungsversammlung wählten die Mitglieder des Männergesangvereins Josef Theisen II zum Vorsitzenden. Stellvertreter wurde Gerhard Reindahl. Schriftführer wurde Josef Goßler und Kassierer Alois Häser. Beisitzer wurden Bernhard Wilhelms und Gottfried Linden. Als Dirigent fungierte Lehrer Moll der im gleichen Jahr in Liesenich seinen Dienst aufnahm. Der Monatsbeitrag wurde auf 20 Pfennig fest gesetzt.Daneben wurde beschlossen, daß jährlich eine Messe für die gefallenen Soldaten in der Dorfkirche in Liesenich zu halten ist. Bei Sterbefällen von Mitgliedern sollte ein Grablied gesungen werden.Die am Gründungsabend verabschiedeten Statuten wurden schließlich am 30.10.1924 von der damaligen Polizeiverwaltung Senheim genehmigt.

Beginn der Vereinsarbeit:
36 Aktive und 13 Inaktive gehörten zum Verein. Bereits im März 1925 bewilligten die Sänger einen Zuschuss von 100,00 DM für die Anschaffung einer neuen Glocke für die Filialkirche Liesenich. Für die Übungsstunden im Schulsaal mußten vom Männergesangverein jährlich zwei Meter Holz gestellt werden. Zu dem Gesangfest im Sommer 1925 in Mittelstrimmig erhielten die Mitglieder wegen der akuten Geldknappheit  aus der Vereinskasse 30.00 DM

Erstes Sängerfest und Fahnenweihfest 1927
Nachdem eine Fahne angeschafft worden war, planten die Sänger ein Fahnenweihfest, welches am 09.06.1927 gefeiert wurde.Das große Festzelt stand auf der Lennewies und der Rübenkeller oberhalb des Wohnhauses Friedrich diente als Kühlanlage für Speis und Trank.
Der damalige Festausschuß bestand aus Eduard Hansen, Josef Buchholz (sen.), Peter Schultes und Johann Seimetz. Als Fähnrich wurde Karl Endres und als Seitenfähnriche Josef Zimmer und Alois Pies I bestimmt. Die Festansprache hielt der frühere Lehrer Greber, die er jedoch wegen beleidigender Zwischenrufe abbrach. Lehrer Greber galt als strenger und hart durchgreifender Erzieher. Offensichtlich hatten ihm das einige ehemalige Schüler nicht ganz vergessen.

Neuer Vorsitzender gewählt
Nach diesem Sängerfest wurde am 18.06.1927 Josef Buchholz (sen.) zum neuen Vorsitzenden gewählt. In der gleichen Versammlung bewilligten die Sänger für die Anschaffung einer neuen Orgel in der Pfarrkirche 50,00 DM. Am 12.01.1929 beschloß die Generalversammlung, daß sämtliche Mitglieder,  welche singen können, sich am Gesang aktiv zu beteiligen haben oder ihre Mitgliedschaft verlieren. Im Februar 1930 legten die Sänger fest, Fastnacht an zwei Tagen Tanzmusik zu halten. Die Tanzmusik fand im ehemaligen Saal J.P. Angsten / Massmann  statt.
Am 19.06.1933 wählten die Mitglieder Josef Theisen als neuen Vorsitzenden.Nachdem Lehrer Moll mitte der 30.er Jahre versetzt wurde, übernahm Josef Kölzer aus Altstrimmig das Amt des Dirigenten. Nach Beginn des nationalsozialistischen Reiches kam in Folge der damaligen Staatsform und der absoluten Diktatur jede Vereinstätigkeit nach und nach zum Erliegen.Der Gesangverein war nicht erwünscht und wurde später sogar verboten.Im März 1945 wurde Liesenich von amerikanischen Streitkräften besetzt.Sie durchsuchten die Häuser und beschlagnahmten manches private Eigentum. Dabei fiel ihnen auch die Vereinsfahne am 17.03.1945 in die Hände. Sie wurde als Beutegut mitgeführt. Leider konnte sie später nicht mehr aufgefunden werden, obwohl sofort nach Kriegsende Nachforschungen nach ihrem Verbleib angestellt wurden.


Neuer Anfang 1946
Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurden die strengen Bestimmungen durch die französische
Militärregierung wieder langsam gelockert und die Vereinstätigkeit lebte wieder auf.
Die erste Probe fand am 06.01.1946 ( Dreikönigstag ) nachmittags im Schulsaal statt.
Vorsitzender wurde Alfons Hansen und Dirigent war Josef Zimmer. Im Herbst des gleichen Jahres begann ebenfalls unter der Leitung von Josef Zimmer der Verein mit Männern und Frauen des Ortes Theaterstücke einzuüben. So wurden mehrere Jahre in den Wintermonaten zwei Theaterstücke aufgeführt.Der Erlös  wurde für die Anschaffung von zwei neuen Glocken (1948) verwand, da die alten Glocken für Rüstungszwecke eingeschmolzen worden waren.
Im März 1951 wurden Jakob Hister und Theodor Theisen als Ehrenmitglieder des MGV aufgenommen,und der Verein trat dem deutschen Sängerbund bei.

Sängerfest 1952
Aus Anlass des 30jährigen Bestehens feierte der MGV vom 20.bis21 Juli 1952 sein erstes Sängerfest nach dem Krieg.Neun Gastvereine wirkten mit.  Bei vielen ist noch der Gesangverein Viktoria Rheinhausen in guter  Erinnerung. Im September 1952 stiftete der Verein eine Statue für das neu erbaute Heiligenhäuschen,welches am 03.07.1953 eingeweiht wurde.
Ganz streng ging man gegen aktive Mitglieder vor, die öfters bei den Proben unentschuldigt fehlten.Bei viermaligem Fehlen trat nach dem Willen des Vereins der Ausschluss aus dem Verein ein.Damit unterstrich der Verein die Notwendigkeit der regelmäßigen Teilnahme an den Gesangsproben.

Fahnenweihfest 1955
1954 wurde eine neue Fahne angeschafft, die vom 17. - 19.Juli 1955 im Rahmen eines Fahnenweihfestes geweiht und an den Verein übergeben wurde. Fähnrich wurde damals Alfred Friedrich und Seitenfähnriche wurden Anton Heinzen und Helmut Schmitz. Die Fahne ist eine Nachbildung der Vereinsfahne aus dem Jahre 1927.
Im Jahre 1954 an Weihnachten veranstaltete der Männergesangverein im Rahmen einer Weihnachtsfeier den ersten Familienabend, der noch bis heute jährlich stattfindet.
Am 15.10.1958 wurde Alois Pies Vorsitzender bis zum 09.12.1961 Dann wurde Josef Buchholz Vorsitzender der dieses Amt über 20 Jahre mit viel Engagement und Einsatz bis 1982 ausübte. 1961 übernahm Felix Friedgen, Organist und Chorleiter des Kirchenchores Mittelstrimmig, als Dirigent den MGV und löste damit den bisherigen Dirigenten und späteren Ehrendirigenten Josef Zimmer,der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegte ab.

Sängerfest 1962
Vom 21. -23.Juli 1962 feierte der Verein sein 40.jähriges Stiftungsfest.
Vielen ist noch von diesem Fest das Doppelquartett der Kolpingsfamilie aus Lünen in Westfalen mit ihren brillianten Stimmen in guter Erinnerung.
Im November 1963 konnte der Verein als weitere Ehrenmitglieder Josef Goßler, Theodor Theisen und Gerhard Reindahl aufnehmen.

Waldfest
Im Dezember 1965 legten die Mitglieder des MGV Liesenich auf der Generalversammlung den Grundstein für das ab dem Jahre 1966 bis heute jährlich am lezten Wochenende im Juli  veranstaltete Waldfest in der Gemarkung Steinkaul an der L200 unterhalb Liesenich in Richtung Beilstein. In vielen freiwilligen Arbeitsstunden wurde das hügelige Waldgelände im Laufe der Jahre zu einem Festplatz ausgebaut. Später kamen Strom und Wasserversorgung sowie sanitäre Einrichtungen hinzu. Dieses erste Waldfest fand überall Anklang und Begeisterung. Gerade deshalb, weil es in einer Waldlichtung unter freiem Himmel veranstaltet wurde.Obwohl eine trostlose Witterung mit viel Regen und kalten Temperaturen seit Wochen anhielt, drehte sich an diesem Waldfestwochenende das Wetter so, das ein ausgesprochen schönes  Waldfest gefeiert werden konnte.

Seniorentag
Der Verein verstand sich schon immer als ein wesentlicher kultureller Träger innerhalb der Gemeinde Liesenich. So legten die Sänger bereits 1970 fest, jährlich vom Verein einen Seniorentag zu veranstalten. Der MGV sah gerade in der Durchführung eines Seniorentages einen Beitrag darin, die älteren Leute als Mitglieder der Gemeinde zu ehren und zu achten. Diese Leute waren es nämlich, die die Weichen für die Entwicklung unseres Vereins legten. Mit Unterstützung der Ortsgemeinde Liesenich und den anderen Liesenicher Vereinen, war dieser Seniorentag am Jahresanfang mit der Auftakt der jährlichen Vereinsarbeit.

Nach über 40 Jahren hat dann ab dem Jahr 2014  die Ortsgemeinde Liesenich die Durchführung des Seniorentages übernommen. 

 

Wechsel Sängerkreis                                                                                                       

Ende der 60er Jahre zeigte sich ein qualitativer Unterschied zwischen dem MGV Liesenich zu den Chören von der Mosel aus dem Sängerkreis Zell, die auf Grund ihrer Einnahmen aus Weinfesten sich einen bezahlten Chorleiter leisten konnten. Das dadurch hervorgegangene nekative Verhalten gegenüber den Liesenicher Sängern war 1970 Anlass zun Wechsel in den Sängerkreis Cochem.

Sängerfest 1972
Vom 15. - 16.7. 1972 konnte der MGV Liesenich sein 50.jähriges Vereinsjubiläum begehen. Man wollte ein besonderes Fest halten, weil die Durchführung weiterer Sängerfeste zweifelhaft erschien. Das Nachwuchsproblem hatte in den letzten Jahren wesentlich zur Bildung dieser Auffassung beigetragen. Die Jugendlichen waren durch die Motorisierung sowie anderer Freizeitbeschäftigungen schwer zu bewegen, zu einer aktiven Vereinsarbeit beizutragen.Ein erstmals auf dem Strimmigerberg durchgeführter Bunter-Abend mit bekannten Künstlern ist vielen noch in guter Erinnerung. Mitte der siebziger Jahre trat eine erfreuliche Wende ein. Durch einen deutlichen Zuwachs an aktiven Sängern konnte sich der Chor wesentlich verjüngen. Am 30.11.1974 gab sich der Verein eine neue Satzung, da die alte Satzung nicht mehr zeitgemäß war.Wenig später erfolgte dann eine Eintragung im Vereinsregister.
Im Rahmen des Familienabends wurde Franz Wellems am 10.01. 1976 für seine 50.jährige aktive und vorbildliche Mitarbeit als Sänger geehrt. Gleichzeitig wurde er auch Ehrenmitglied des MGV.

Dirigentenwechsel
Felix Friedgen, inzwischen über 20 Jahre für den Verein uneigennützig und mit viel Idealismus tätig, schied im Januar 1980 aus gesundheitlichen Gründen als Dirigent aus. Wenn das Wort Idealismus bei einer Persönlichkeit aus dem Vereinsleben des MGV  angebracht ist, dann bei dem Dirigenten Felix Friedgen. Die Liebe zum Gesang und zur Musik prägten sein Leben. Felix Friedgen wurde als Ehrendirigent ernannt.
Nach einer kurzen Übergangszeit, in der sein Sohn Michael den Chor dirigierte, konnte im gleichen Jahr Werner Meurer aus Kappel am 19.06.1980 als neuer Dirigent gewonnen werden. In der folgenden Zeit erreichte der Chor dank seiner fachlichen Qualifikation eine beachtliche Niveausteigerung. Dies hatte zur Folge, das der Chor auch bei der Jugend wieder mehr Anklang fand und mehrere Jugendliche als aktive Sänger dem Verein beitraten, so das sich die aktive Sängerzahl auf 34 erhöhte.

Sängerfest 1982
Am 11. - 13. Juni 1982 feierte Der MGV sein 60.jähriges Bestehen im großen Festzelt , So konnte der MGV an den drei Tagen insgesamt 25 befreundete Gastvereine zum Freundschaftssingen begrüßen. Zum Tanz und zur Unterhaltung hatten wir die Trachtenkapelle Eintracht aus Göttelfingen in Baden-Württemberg zu Gast. Auch wurde erstmals eine große Tombola durchgeführt.

 

Neuer Vorsitzender gewählt
Bei der Generalversammlung im Dezember 1982 übergab dann Josef Buchholz den Vereinsvorsitz an Rudi Massmann, der bis 2012 unserem Verein, mit viel Idealismus und persönlichem Engagement, über einem viertel Jahrhundert vorstand.

Dirigentenwechsel
Im Sommer 1990 übernahm Karl Friedrichs aus Liesenich den Dirigentenstab von Werner Meurer aus Kappel. 1995 übergab Karl Friedrichs dann das Dirigentenamt an unseren damaligen aktiven Bass Frank Häser aus Altstrimmig, der dieses Amt bis 31.12.2014 begleitet hat. Mit Frank Häser,einem wirklichen Fachmann für Gesang und Musik konnte der Männergesangverein sein gesangliches Können noch mal beachtlich steigern. Frank Häser hat Gesang studiert und ist heute unter anderem aktives Mitglied, bei den Mainzer - Hofsängern.

 

70. jähriges Vereinsjubiläum 1992
Vom 03. - 05. Juli 1992 feierte der MGV sein 70.jähriges Bestehen mit einem großen Sängerfest. Es konnten wieder an 3 Tagen  28 befreundete Chöre zum Freundschaftsingen im großen Festzelt begrüßt werden.

75.jähriges Vereinsjubiläum 1997
Mit einem großen Jubiläumssängerfest feierte der Männergesangverein vom 18. - 20. Juli 1997 sein 75.jähriges Bestehen.Unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Klaus-Peter Balthasar hatten sich an den drei Festtagen 27 Chöre angesagt.Den Höhepunkt bildete ein großer Festzug am Sonntagnachmittag durch den festlich geschmückten Ort.Das war gleichzeitig das letzte Sängerfest, welches der MGV in einem großen Festzelt feierte.

 

80. jähriges Vereinsjubiläum 2002
Das 80.jährige Bestehen wurde dann 2002 in der Strimmiger-Berg-Halle in Mittelstrimmig mit 2 Liederabenden gefeiert. Hier veranstaltet der Männergesangverein Liesenich auch alle zwei Jahre im Frühjahr zwei Liederabende mit Chören aus der näheren und weiteren Umgebung, die immer wieder großen Anklang finden.

 

90. jähriges Vereinsjubiläum  2012          

sein 90.jähriges Bestehen feierte der Verein mit verschiedenen Veranstaltungen, unter anderem mit zwei Liederabenden im Frühjahr in der Strimmiger-Berg-Halle  einem Waldfest im Sommer und als Abschluß des Jubiläumsjahres im Herbst ein Kirchenkonzert in der Pfarrkirche Mittelstrimmig.

 

Neuer Vorsitzender

Im November 2012 gab Rudi Massmann nach genau 30. Jahren Vorsitzender sein Amt ab.Auf der Generalversammlung am 13.01.2013 wurde dann Manfred Hemm als neuer Vorsitzender gewählt.

Nach dem Manfred Hemm sich auf der Generalversammlung am 11.01.2015 nicht mehr zur Wahl stellte, wählten die Vereinmitglieder in einer außerordentlichen Generalversammlung am 04.03.2015 Klaus Fischer zum neuen Vorsitzenden.

 

Auf dem Familienabend 2013 wurde dann Rudi Massmann zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Auf dem Familienabend 2017 wurde Manfred Hemm zum Ehrenmitglied ernannt.

 

Dirigentenwechsel

Frank Häser, fast 20 Jahre für den Verein uneigennützig und mit viel Idealismus tätig, schied Ende Dezember 2014 aus persönlichen und beruflichen Gründen als Dirigent aus.

Anfang Januar 2015 übernahm dann unser heutiger Dirigent Heinz Gunther Ackva aus Wald - Laubersheim die musikalische Leitung.

 

Der Männergesangverein Liesenich hat seinen festen Platz im Kreissängerbund Cochem, auf dem Strimmiger-Berg und vor allem in seinem Heimatort Liesenich und ist als Männerchor bekannt und geschätzt. Im Jahresverlauf unterstützt der Verein sowohl weltliche wie auch kirchliche Festlichkeiten und pflegt freundschaftliche Beziehungen zu allen Nachbarvereinen.

 

 

 

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